Wenn du willst, dass die Palettenbuchhaltung läuft- dann mache die Dinge niemals perfekt

Palettenbuchhaltung Perfekt

Möchtest du, dass die Dinge in der Palettenbuchhaltung perfekt laufen?

Dann gesteh ich dir etwas:
„Perfektion ist eine Illusion.“

Und Perfektionismus ist mitunter gefährlich.

  • Warum du in der Palettenbuchhaltung niemals den perfekten Zustand vorfindest.
  • Warum du diesen Zustand auch niemals herbeiführen solltest.
  • Und was du stattdessen anstreben solltest – Darüber geht es in diesem Beitrag.

Sieh es ein, Perfektion gibt es nicht.

Einige Menschen neigen dazu die Dinge nicht nur richtig zu machen.

Nein, die Dinge müssen perfekt laufen.

  • Sei es, dass die Ablage keine „Eselsohren“ hat.
  • Oder dass der Schreibtisch immer aufgeräumt ist
  • Oder dass jeder Kollege sie schätzt und mag.

Und das Ganze geht dann zu Hause weiter:

  • Die Garage ist immer aufgeräumt
  • In der Wohnung sieht es immer so aus, als wenn dort niemand wohnt.
  • Die verwelkten Blätter der Balkonpflanzen werden sofort abgerupft und weggeschmissen.

Erst einmal Okay, doch….
Meistens passiert denn etwas, womit diese Menschen nicht umgehen können.

Diese Menschen können den Zustand des Nichtperfekten, nicht ertragen.

Wenn der Ehepartner beispielsweise eine andere Sicht auf die Welt hat.
Er eben nicht sofort die welken Blätter entsorgt.
Dann gibt es Stress.

Und dann gibt es Stress und Probleme wegen ein paar Blättern.

Wenn diese Menschen in der Palettenbuchhaltung arbeiten.
Dann möchten sie diese Dinge ebenfalls perfekt lösen.

Und den Zustand der Unvollkommenheit ist für diese Menschen nicht ertragbar.

Aber man muss bedenken, dass Perfektionismus eine Leistung ist.
Einen perfekten Zustand herbeizuführen und aufrecht zu erhalten, ist mitunter sehr schwierig.

Nein- es ist unmöglich.

Wieso?
Weil das Kartenhaus irgendwann zusammenbricht.

Perfektionistisch getriebene Menschen kämpfen an allen Fronten.
Denn sie möchten die Welt zu einem perfekten Ort machen.

Und deshalb üben diese Menschen Druck aus.
Sie üben Druck auf ihre Mitmenschen aus.

Aber fast viel schlimmer ist – Sie üben Druck auf sich selbst aus.
Und das permanent.

Und was passiert, wenn permanent Druck wirkt?
Ja klar – Irgendwer gibt irgendwann nach.
Und dann ist es meistens zu spät.

Und dabei lebt die Welt uns etwas ganz anderes vor:

  • Es gibt keinen perfekten Menschen
  • Es gibt kein perfektes Unternehmen
  • Es gibt keine perfekte Gesellschaft
  • Und na klar es gibt keine perfekte Welt.

Also wieso solltest du perfekt sein?

Wie wirkt sich Perfektionismus in der Palettenbuchhaltung aus.

Perfektionistisch veranlagte Menschen jagen jeder Palette hinterher.

Ein Beispiel:
Bei einem Transport werden beim Empfänger 34 Europaletten getauscht.
Bei der nächsten Ladestelle werden wieder 34 Paletten geladen und nur 33 getauscht.

Ganz ehrlich:
Ich habe es erlebt, dass dazu Fahrer angerufen wurden.
„Wo ist die Palette?“

Da der Fahrer den Mitarbeiter kannte und seine Ruhe haben wollte, entgegnete dieser:
„Ich habe 34 Paletten abgegeben. Quittung bzw. Palettenschein wurde falsch ausgestellt.“

Bis jetzt ist die Sache vertretbar.

Doch dann..
Ab dem Moment wird alles liegen gelassen.
Und es wird sich auf das Problem gestürzt.

So nach dem Motto – Das kann doch nicht sein.

Dann wird der Kunde (Absender) angeschrieben, ob nicht doch 34 anstatt 33 Paletten abgegeben wurden.
Der Kunde antwortet nicht. Es wird nachgehakt. Rechnungslegung angedroht usw.

Dieser Spaß kostet dem Mitarbeiter eine Menge Energie.
Und es kostet Zeit.

Es kostet wertvolle Zeit, welche irgendwo anders fehlt.

Das Problem, welches dabei entstehen kann ist.
Man rettet eine Palette und verbraucht Zeit und Energie.
Und übersieht dabei die richtig großen Dinger.
Man verliert am Ende irgendwo eine große Anzahl an Paletten.

Und so ist es eigentlich immer.
Perfektionismus führt dazu, dass man am Ende verliert.

Und deshalb

Mach die Dinge nicht perfekt, mach sie exzellent

Ein Ausweg ist es, die Dinge exzellent zu machen.

In dem Weltbestseller „Das Leben gestalten mit den Big Five for Life“ beschreibt der Autor John Strelecky ein Unternehmen.

Und zwar ein großartiges Unternehmen. Einen Big Player in der Branche.
Dieses Unternehmen hat sich dazu entschieden, die Dinge nicht perfekt zu machen.

Wie ist das gemeint?
Das Unternehmen arbeitet mit circa 35 Angestellten.
Die Angestellten können ihre Urlaubszeit frei verfügen.
Das heißt, sie können entscheiden wieviel Urlaub ihnen zusteht.

Des Weiteren gibt es ein Fitnessstudio mit firmeneigenen Trainer.
Es gibt eine Turnhalle.
Es finden während der Arbeitszeit Turniere und Trainingseinheiten statt.

Es gibt sogar eine Bar.
Die Mitarbeiter können ihre komplette Arbeitszeit frei gestalten.
Jede Trainingseinheit ist bezahlte Arbeitszeit.

Total geil, oder?
Das Unternehmen ist doch perfekt, oder?

Ja für Mitarbeiter.
Und wie sieht die Sache für den Kunden aus?

Stell dir vor.
Der Kunde ruft an und sagt: „Ich würde gern den Mitarbeiter ___ sprechen.“

Die Antwort lautet dann: „Kein Problem, ab 12.00 Uhr. Der Kollege spielt Badminton.“

Und doch funktioniert es.
Oder gerade deshalb funktioniert es.

Das Unternehmen hat sich dazu entschieden, dass die Welt nicht perfekt ist.
Und der Inhaber weiß, dass daran nichts zu rütteln ist.
Also wieso soll sein Unternehmen Perfektion vorgaukeln.

Wenn er seinen Mitarbeitern alles abverlangt.
Dann würden diese irgendwann ausgebrannt sein.
Sie würden das Unternehmen verlassen.

Und mit Ihnen würde die Kompetenz das Unternehmen verlassen.
Da er weiß, dass diese Kompetenz der entscheidende Wettbewerbsvorteil ist, schützt er diese Ressource.

Und genau deshalb schafft dieses Unternehmen in einem Markt mit den ganz großen zu konkurrieren.
Und das mit nur 35 Leuten. Alle anderen Konkurrenz Unternehmen arbeiten im gleichen Markt mit Tausenden Mitarbeitern.

Also ein richtig spannendes Buch.
Und für alle die über Führungs- und Unternehmensstruktur nachdenken wollen, ist es auch sehr lehrreich.

Was ich ganz cool fand, war die Einstellung des Firmeninhabers.
„Mache die Dinge nicht perfekt. Mach sie stattdessen exzellent.“

Also dann, durchbreche die Perfektionsfalle.
In der Palettenbuchhaltung gibt es keine perfekten Umstände und das ist gut so.

Dadurch bleibt die Sache auch weiterhin spaßig. :-)

Oder wie der Autor John Strelecky sagen würde:
„Es warten spannende Zeiten auf dich und dein Unternehmen. Ja richtig spannende Zeiten.“

Zusammenfassung:

  • Perfektion gibt es in keiner Gesellschaft, in keiner Ehe und in keinem Unternehmen.
  • Auch du solltest dich davon verabschieden in der Palettenbuchhaltung einen perfekten Zustand vorzufinden.
  • Perfektion anzustreben, kostet extrem viel Mühe, Kraft und Zeit.
    Perfektion zu erhalten ist laut Naturgesetzen von Druck und Druckausgleich nicht möglich.

Also betreibe stattdessen lieber eine exzellente Palettenbuchhaltung, als eine perfekte anzustreben.


Jetzt Kommentar verfassen. Deine Email wird nicht veröffentlicht.