Lademittelverwaltung ist das Stiefkind der Transportbranche

Lademittelverwaltung

Lademittelverwaltung und Palettenverwaltung

Lademittelverwaltung ist das Stiefkind der Transportbranche.

So eine Aussage hat vielleicht jeder von Euch schon einmal gehört. Aber warum ist das so und wie kann man so etwas ändern?
Es ist leider so, dass viele Mitarbeiter, Inhaber, Fahrer Palettenbuchhaltung ablehnen oder ihr skeptisch gegenüber treten. Ich selbst habe schon Aussagen gehört, wie „Paletten haben schon immer gefehlt“ oder „Palettenverlust ist normal“.

Nein verdammt Es ist nicht normal und es sollte auch keine Normalität sein. Als Palettenproblemlöser muss man sich die Leute auf seine Seite ziehen und sie für die Lademittelverwaltung gewinnen.

Damit meine ich nicht, dass diese Menschen dann alle in der Lademittelabteilung arbeiten sollen. Ich meine vielmehr, dass Fahrer auf Unterschriften achten, dass das Hallenpersonal Palettenscheine ordentlich ausfüllt oder dass andere Mitarbeiter einfach sensibler werden für das Thema.
Wie man Leute für seine Sache gewinnt, erfahrt Ihr in diesem Beitrag, anhand von 4 Regeln.

Um Leute zu gewinnen muss man einige Regeln kennen und diese beachten. In diesem Beitrag möchte ich Euch meine vier Regeln vorstellen.

  1. Richtige Kommunikation ist das Wichtigste.
  2. Mit Leitbildern entwickeln sich Menschen von selbst.
  3. Dem anderen einen Nutzen verkaufen
  4. Systeme vergrößern sich von selbst.

Lademittelverwaltung und Kommunikation

Man kann nicht Nicht kommunizieren und Frauen schon gar nicht :-)

Immer wenn Menschen auf andere Menschen treffen, kommunizieren sie miteinander. Selbst wenn sie nicht reden, zeigen Menschen durch ihre Körpersprache eine Form von Kommunikation.
Kommunikation findet also durch Körpersprache, durch Email, durch Fax und Briefe oder durch das gesprochene Wort statt.

Der Kommunikationswissenschaftler Schulz von Thun hat in seinem dreiteiligen Werk “ Miteinander reden “ (Affiliate Link) ein Modell aufgestellt, welches ich Euch vorstellen möchte.
Jede Kommunikation hat einen Absender. Der Absender ist derjenige, welcher gesprochen, geschrieben oder eine Geste gemacht hat. Außerdem hat jede Kommuikation auch einen Empfänger. Das ist dann derjenige, an welchen das Wort, der Brief oder die Geste gerichtet war.

Zwischen Absender und Empfänger liegt der Kommunikationsraum. Denn was der Absender gesagt hat, kommt meistens oder manchmal beim Empfänger völlig falsch an. Die Kommunikation zwischen Absender und Empfänger hat Informationsverluste oder die Information wird in diesem Raum verfälscht.

Schulz von Thun hat ein Modell aufgestellt, wonach die Kommukation auf vier Ebenen stattfindet.

Die vier Ebenen der Kommunikation

Ich möchte Euch dieses Vier-Ebenen-Modell anhand folgenden Bildes verdeutlichen. (Ihr könnt Draufklicken zum Vergrößern)

Lademittelverwaltung und Kommunikation
Lademittelverwaltung und Kommunikation

Links steht der Absender der Botschaft und sendet diese in den Raum. Dort wird die Botschaft durch den Empfänger übersetzt und dann empfangen. Der Empfänger empfängt bei jeder Botschaft einen Hinweis auf einen Appell, auf eine Beziehung, auf einen Sachverhalt und eine Offenbarung.
Gleichzeitig sendet der Absender der Botschaft seine Nachricht ebenfalls auf allen vier Ebenen.

Ich möchte dazu ein Beispiel geben:
Ein Mann fährt mit seiner Frau Auto. Er ist Beifahrer und die Frau sitzt am Steuer. An einer roten Ampel müssen sie stehen bleiben. Beide unterhalten sich und plötzlich springt die Ampel auf grün um. Der Mann sagt zu seiner Frau „es ist grün“. Die Frau sagt daraufhin: „Ich weiss“ und fährt los.

Wenn wir jetzt diese Botschaft auf alle Ebenen zerlegen, haben wir:

  1. Den Beziehungsapekt: Der Mann sagt in seiner Botschaft etwas darüber aus, wie er zu seiner Frau steht. Dies kann gedeutet werden als: „Du bekommst schon wieder nicht mit, dass es grün ist. Am besten ich wäre gefahren.“ Diese Botschaft muss natürlich nicht so sein.
    Dies ist immer abhängig von der Beziehung die beide haben. Wichtig an dieser Stelle ist aber zu sehen, dass immer ein Beziehungsaspekt in jeder Botschaft steckt. Die Frau nimmt die Botschaft an und übersetzt diese ebenfalls auf Ihrer Beziehungsebene. Das Verhältnis zu ihren Mann wird darüber entscheiden, wie sie die Botschaft auf der Beziehungsebene annimmt. Entweder neutral, positiv oder negativ. Sie kann diese Botschaft deuten, als „Du fährst schon wieder nicht“ oder als „Liebe Frau, ich muss Dir sagen es ist grün.“
    Weiterhin wichtig an dieser Stelle ist, dass durch falsche Botschaften oder falsch wahr genommene Botschaften Beziehungen gefährdet und zerstört werden. Dies kann die Beziehung zur Frau sein, aber auch zu einem Mitarbeiter. Man sollte bei den Botschaften immer prüfen, was sende ich ab und was kommt an.
  2. Die zweite Ebene ist die Sachebene. Hier wird der Sachverhalt einer Situation gesendet und auch gedeutet. In diesem Fall wäre es: „Es ist grün.“
  3. Die dritte Ebene ist die Appellebene. Hier sendet der Absender, in unserem Fall, der Mann die Botschaft „Fahr!“. Er sagt zwar es ist grün, aber er meint „Fahr los!“. Die Frau nimmt diesen Appell auch genau entgegen, denn sie fährt los. Aber manchmal kommt es gerade auf dieser Ebene zu klaren Verfälschungen.
    Nehmen wir mal an, du sagst einem Fahrer: „Es fehlen bei Dir 20 Paletten auf dem Fahrzeug.“ Dann könnte der Fahrer dies als Appell „Klau, welche denn ich will diese wieder haben“ oder „Pass besser auf“ oder „Nochmal und du bist gefeuert“ deuten. In allen drei Fällen wird der Fahrer dafür Sorge tragen, keine Paletten mehr zu verlieren. Dennoch besteht ein Unterschied im wahrgenommenen Appell. Wie der Appell verstanden wird, hat dann wiederum Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Dir und dem Fahrer.
  4. Die vierte Ebene ist die Offenbarungsebene. Diese Ebene zeigt immer eine Selbstoffenbarung des Absender oder aber manchmal auch ein Eingeständnis oder Verstecken. So kann der Mann mit dem Satz „es ist grün“ auf der Selbstoffenbarungsebene meinen „Fahr doch bitte los, ich muss dringend auf Arbeit“ oder er meint auch „Gleich hupen die Leute und das ist mir unangenehm.“ Die Frau kann ebenfalls mehrere Botschaften empfangen. Zum Einen „Träume beim nächsten mal nicht“, „Mach hin, bevor wer hupt.“

Du siehst, dass zwischen dem Gesagten und dem was wirklich ankommt eine Menge Raum ist. Die Dinge können so verfälscht werden, dass Beziehungen darunter leiden, dass völlig falsche Ergebnisse verfolgt werden oder dass man Menschen völlig falsch wahrnimmt.

Dass Kommunikation auch auf einer Ebene außerhalb der Worte stattfindet, wäre zum Beispiel, dass wirklich jemand gehupt hätte. Auf allen vier Ebenen kann man diese Kommunikation des Absenders werten oder falsch werten und der Empfänger kann diese für sich richtig oder falsch interpretieren.

Wie der Empfänger eine Botschaft sieht, liegt immer im Auge des Betrachters. Letzendlich entscheidet der Empfänger selbst, wie er diese Botschaft wahrnimmt und darauf reagiert. Das ganze hat bis jetzt noch keinen Bezug zur Lademittelverwaltung, aber diesen werde ich natürlich noch herstellen.

Ich möchte jetzt noch auf die Macht der Fragen eingehen, da diese innerhalb der Kommukation das mächtigste Mittel sind.

Die Macht der Fragen und wie man sie einsetzt

Wer fragt der führt.

Dies ist eine Weisheit, welcher alle Psychologen folgen. Das Mächtige an Fragen ist, dass diese einen direkten Zugriff auf das Unterbewusstsein haben können.

Angenommen du sagst jemanden: „Du hast zwanzig Paletten verloren und diese sind teuer und kosten dem Unternehmen circa 120 Euro.“ Da passiert dann meistens noch nicht viel. Dann kannst du diesen Satz auch in einer Frage formulieren und sagen: „Dir ist schon bewusst, dass du gerade 20 Paletten verloren hast und dir ist sicher auch bewusst, dass diese dem Unternehmen 120 Euro kosten?“.
Die Frage wird dazu führen, dass sich der Mitarbeiter diese Frage und wenn auch nur für einen Augenblick selbst stellt und dann ist diese Botschaft schon in seinem Unterbewusstsein angekommen und muss dort verarbeitet werden.

Du siehst, dass Fragen das mächtigste Mittel sind. Wir Menschen sind seid Kindesalter auf Fragen getrimmt wurden. So hat man uns Fragen gestellt wie: „Was hast du hier falsch gemacht?“ oder „Warst du das etwa?“

In beiden Fällen führt die Frage dazu, dass man sich rechtfertigen muss. Denn wir wissen auch, dass wir auf Fragen antworten müssen. Allein schon durch die Fragestellung muss der Empfänger sich damit ernsthaft auseinander setzen.

Dennoch ist der Einsatz von Fragen manipulativ und bei falscher Fragestellung extrem kontraproduktiv. Zum Beispiel wird die Frage „Was hast du denn hier wieder falsch gemacht?“, dazu führen, dass man den Absender verachten wird. Denn diese Frage erzeugt einen Druck und eine Rechtfertigung, wie wir sie aus dem Kindergarten kennen.

Denn betrachten wir die Frage „Was hast du hier wieder falsch gemacht?“ auf der Beziehungsebene, dann ergeben sich folgende Botschaften: Der Absender sendet „Du machst alles falsch.“ und „Wie oft soll ich Dir das noch sagen“.

Der Empfänger wird wahrnehmen „Du hälst mich für Kind, einen Idioten und du bist der Meinung, dass ich es immer wieder falsch mache.“ Dadurch wird die Beziehung gestört. So gewinnt Ihr keinen Menschen für die Lademittelverwaltung. Die Mitarbeiter werden in diesem Fall nicht das machen, was ihr gern hättet.

In diesem Abschnitt wollte ich euch kurz die Macht der Fragen aufzeigen. Fragen können gezielt eingesetzt werden, um dem Empfänger ein Problem zu zeigen. Durch die Frage wird sich der Empfänger mit dem Problem aktiv auseinander setzen. Dennoch sind Fragen gefährlich, da sie so mächtig sind. Also passt schön auf, welche Fragen und vorallem, wie Ihr sie stellt. :-)

Werde zum Menchengewinner

Wie gewinnt man Menschen mit Hilfe von Kommuikation? Wie gewinnt man Menschen für die Lademittelverwaltung, welche ja bekanntlich das Stiefkind der Transportbranche ist?

Ganz einfach man muss Nutzen verkaufen und gleichzeitig zwei Dinge in die Kommukiation einbauen.
Diese Elemente sind Wertschätzung und Dankbarkeit. Wenn ich jemanden für seine Arbeit wertschätze, wird er dieser Wertschätzung folgen. Wenn ich dankbar bin für die Arbeit, welche er erledigt, dann wird er dieser Dankbarkeit entsprechen. Jede Ansprache sollte somit immer diese Aspekte berücksichtigen.

Sei dankbar! Sei wertschätzend!

Und dann werden die Leute Dir folgen. Ohne diese beiden Aspekte wirst du nie einen Nutzen verkaufen können. Somit sind diese Aspekte die Grundlage jeder Kommunikation.

Zum Beispiel kannst du zu Jemanden gehen und sagen: Ich möchte, dass Du mir die Palettenscheine immer sofort gibst. Komm jeden Tag hierher und gib mir die Palettenscheine!

Dann kann es sein, dass er dies macht. Aber wenn er dies macht, dann um dir zu gefallen. Dafür musst Du ihm aber im Vorfeld Wertschätzung und Dankbarkeit offenbart haben. Ohne diese beiden Aspekte wird er dies vielleicht auch machen. Meistens endet dann aber das Abkommen nach zwei- oder dreimailger Durchführung. Aber wenn du im Vorfeld dankbar und wertschätzend bist, wird dein Mitarbeiter eine Aufgabe haben, welcher er sich innerlich verpflichtet.

Wie kommuniziert man Dankbarkeit und Wertschätzung? Die meisten Menschen senden sogenannte DU-Botschaften. „Du machst das falsch! Mach das richtig!“
Diese Botschaften sind nur zielführend, wenn Dankbarkeit und Wertschätzung schon vorhanden sind. Ansonsten machen es die Leute ein oder zweimal und dann warst das schon.

Ich-Botschaften verwandeln den Satz „Du machst das falsch! Mach das richtig!“ in „Ich würde mich sehr freuen, wenn du das in Zukunft richtig machst. Diese Aufgabe ist sehr wichtig für mich und meine Arbeit.“ Man offenbart sich seinem Gegenüber und hat sich ihm geöffnet. Dadurch wird der andere versuchen, dem zu entsprechen.
Warum Menschen dies tun, zeige ich im nächsten Kapitel.

Vergrößere die Systeme

Ich muss hier an dieser Stelle den Begriff des Systems einwerfen.

Ein System ist eine bestimmte Anzahl von Elementen oder Komponenten, welche aufeinander wirken

Jetzt sage ich jeder Mensch, jedes Unternehmen ist ein System. Jeder Mensch besteht aus einem Herzen, einer Lunge und vielen anderen Komponenten. Jedes dieser Komponenten hat eine Wirkung auf ein Anderes. Wir nehmen zum Beispiel Luft über unsere Lungen auf, leiten diese Luft in unser Blut weiter und dieses Blut dient dem Herzschlag. Ohne Herz, Blut oder Lunge könnten wir nicht leben. Wenn eines dieser Komponenten ausfallen würde, dann würde das System Mensch zusammenbrechen.

Das war unserer inneres System. Wir haben aber ein Äußeres und dieses steht ebenfalls in Kommunikation bzw. einer Beziehung mit anderen Komponenten (in diesem Fall andere Menschen).

So ist es nicht verwunderlich, dass wenn du dich mit reichen Menschen umgibst, du selbst reicher wirst. Wenn du dich mit armen Menschen umgibst, wirst du selbst arm. Wenn du dich mit intelligenten Menschen umgibst, wirst du selbst intelligenter. Die Systeme gleichen sich aus.

Dies liegt an der Wechselbeziehung der Komponenten im System. Die Biologie, Physik oder Chemie hat dafür Begriffe, wie Osmose oder Diffusion. Dies bedeutet umgangsprachlich auch, wenn du „heissen Kaffee in einen kalten Raum stellst, dann wird der Raum wärmer und der Kaffee kälter“ Die Systeme gleichen sich aus.

Die Betriebswirtschaft nennt es Kooperation. Wenn ein Unternehmen ein erfolgreichen Dienstleister oder Kunden gewinnt, werden beide erfolgreicher. Auch hier gleichen sich beide Systeme aus.

Wem das zu weit hergeholt ist, der möchte sich bitte fragen.

  1. „Was ist der Ausgleich für Stress?“- Krankheit
  2. Was war der Ausgleich für die spekulativen Blasen am Finanzmarkt- Kollapse oder Zusammenbruch

Also jedes System, Mensch, Tier, Unternehmen oder der heiße Kaffee im kalten Raum strebt nach Ausgleich.

Wie kannst du das für deine Lademittelverwaltung nutzen?
Du solltest die Menschen im System größer machen. Wenn du Jemanden öffentlich lobst, dann werden andere diesem Beispiel folgen wollen. Sie wollen ebenfalls öffentlich gelobt werden. Sie sind schließlich Teil des Systems und wollen den Ausgleich.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, wenn du jemanden ständig öffentlich kritisiert, dann wird das System ihm folgen. Als Erstes wird der Kritisierte immer schlechter und alle anderen werden mit ihm schlechter. Das ist wiederum dem Systemausgleich zu verdanken.

Also solltest du alles daran setzen, dass System zu vergrößern. Und dies kannst du durch Leitbilder schaffen.

Durch Leitbilder das System verändern

Ein Leitbild ist ein Bild, was du von Jemanden haben kannst. Dieses kann positiv aber auch negativ sein.

So kannst du denken, dass ein bestimmter Mitarbeiter nie Fehler macht. Du kannst auch denken, dass der Mitarbeiter immer wieder Fehler macht. Wichtig an dieser Stelle ist, die Tatsache, dass nur du das Leitbild entwirfst. Nur du siehst den Mitarbeiter so. Also ist das Leitbild etwas, was in deinem Kopf, in deinen Gedanken entworfen wurde.

Du bestimmst durch Deine Gedanken, wie du den Mitarbeiter siehst. Und seine Gedanken kann man ändern. Somit kann man auch das Bild, was man von Jemanden hat, ändern.

Das Schöne an einem Leitbild ist, dass die Systeme dem Leitbild folgen. Du errinnerst dich: Ein System strebt nach Ausgleich. Wenn du jetzt von jedem Mitarbeiter ein Leitbild erschaffst, was äußerst positiv ist und dieses Leitbild überall rum erzählst, dann wird dieser Mitarbeiter dem Leitbild folgen.

Er wird also erfolgreich für Deine Sache und somit dir nutzen. In der Lademittelverwaltung kannst du zum Beispiel sagen, dass ein bestimmter Mitarbeiter nie Paletten verdasselt. Das erzählst du ihm, das erzählst du allen anderen. Dieser Mitarbeiter wird erfolgreich sein, für dich und deine Lademittelverwaltung.

Nochmal: Ein System strebt nach Ausgleich! Wenn du jetzt das System größer machst, als es ist, wird es dennoch nach Ausgleich streben. Da alle anderen Mitarbeiter ebenfalls Teil des Systems sind, wird das System auch hier sich ausgleichen. Alle Mitarbeiter werden somit besser. Die Grundlage liegt darin begründet, dass alle Komponenten im System aufeinander einwirken.

Wenn du jetzt einem Fahrer oder anderen Mitarbeiter ein schlechtes Gefühl gibst, dann wird er Dir nicht folgen können. Mit Strafe wird man kein System wachsen lassen können. Ein System wächst nur über den Nutzen.

Ich stelle nochmal zusammen:

  1. Jede Ansprache oder andere Kommunikationsform hat vier Ebenen. Jeder Empfänger nimmt Botschaften auf allen vier Ebene anders wahr. Sende Botschaften, welche Dankbarkeit und Wertschätzung inne haben.
  2. Sende deshalb mehr Ich-Botschaften, als Du-Botschaften. Denn Dankbarkeit und Wertschätzung lassen sich in diesen Botschaften besser transportieren.
  3. Benutze Fragen nur, wenn Du Dir über der Konsequenz im Klaren bist. Fragen sind mächtig und sollten nicht negativ eingesetzt werden. Fragen sind das entscheidene Mittel zur Manipulation. Manipulation hat nichts mit Dankbarkeit und Wertschätzung zu tun.
  4. Entwerfe positive Leitbilder und vergrößere dein System. Schaffe dadurch mehr Wertschätzung und Dankbarkeit.
  5. Lobe öffentlich, kritisiere im Einzelgespräch. Denn öffentliche Kritik entspricht keiner Wertschätzung. Öffentliche Kritik wird das System schrumpfen lassen. Öffentliches Lob entspricht der Wertschätzung. Öffentliches Lob wird dein System vergrößern.

Nur durch Wertschätzung kann so etwas funktionieren. Das Ergebnis ist dann Dankbarkeit und Erfolg auf allen Ebenen.



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